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Langer Stau in Richtung Süden
Den Auffahrts-Feiertag haben offenbar Tausende
genutzt, um ein verlängertes Wochenende im Süden
zu verbringen. Entsprechend gross war der
Andrang auf der Autobahn A2: Zwischen Amsteg/UR
und Göschenen/UR stauten sich die Autos in
Richtung Süden bis zu 9 Kilometer. Die Reisenden
mussten laut Viasuisse eine Wartezeit von 1
Stunde und 40 Minuten in Kauf nehmen. Zwischen
Chiasso und dem Zoll von Chiasso-Brogeda standen
die Autofahrer nochmals im Stau. Reisende,
welche die Alternativstrecke über den San
Bernardino wählten, gerieten zwischen Chur-Süd
und Reichenau ebenfalls in stockenden Verkehr.
Kreditunwürdiger: 16 spanische Banken
abgestuft
Moody's hat die Kreditwürdigkeit von 16
spanischen Banken gesenkt, darunter von
Banco Santander und BBVA. Die
Kreditwürdigkeit der Geldinstitute habe sich
um eine bis drei Stufen verschlechtert,
teilte die Ratingagentur in Madrid mit. Die
Abwertung spiegele die verschlechterte
Bewertung der Banken wider. Belastet werde
die Bonität auch von der Rezession im Land,
der andauernden Immobilienmarkt-Krise und
der hohen Arbeitslosigkeit. Auch der
spanische Staat verfüge über eine geringere
Bonität, hiess es. Die Chance, dass er den
Banken zu Hilfe eilen könne, habe sich
verschlechtert.
Museumsdirektor mit Diebesgut gefasst
Ein Moskauer Museumsdirektor ist auf dem
Flughafen der russischen Hauptstadt mit
einer gestohlenen Ikone gefasst worden. Der
62jährige wurde am Flughafen von Domodedowo
bei seiner Ankunft aus Düsseldorf
festgenommen, teilte das russische
Innenministerium mit. Er hatte das 1690 von
Kirill Ulanow gemalte Bild einem Deutschen
abgekauft. Es war im Jahr 1994 aus dem
Museum von Wologda nahe Moskau gestohlen
worden. Gegen den Museumsdirektor war
bereits früher wegen Schmuggels ermittelt
worden. Nach Angaben des Innenministeriums
hat die Ikone auf dem Schwarzmarkt einen
geschätzten Wert von 800'000 Euro.
Flucht vor Freundin durch Müllschlucker
Ein Russe ist auf der Flucht vor seiner
Freundin in Sibirien im Fallrohr eines
Müllschluckers steckengeblieben. Der
31jährige Mann habe sich im achten Stock in
das Rohr des Müllschluckers gestürzt,
berichtete ein lokaler Radiosender in
Tjumen. Er sei drei Stockwerke tief gefallen
und dann auf Höhe des fünften Stocks
steckengeblieben. Demnach mussten
Rettungskräfte das Rohr
auseinanderschneiden, um den Mann zu
befreien. Er sei anschliessend in ein Spital
eingeliefert worden. Laut dem Radiosender
gab der 31Jährige an, vor seiner Freundin
geflohen zu sein, ohne aber genaue Gründe zu
nennen.
Neuer Berliner Flughafen viel später
Nach der geplatzten Eröffnung in diesem Juni
soll der neue Berliner Grossflughafen nun erst
am 17. März 2013 in Betrieb gehen. Die
technischen Abläufe machten einen früheren
Termin nicht möglich, sagte Berlins Regierender
Bürgermeister Klaus Wowereit. Er gab mehrere
Gründe an: So hätten die zuständigen Behörden
zunächst eingeplante Übergangslösungen beim
Brandschutz nicht akzeptiert. Zudem sei ein
Umzug im Winter nicht sinnvoll. Die geplatzte
Eröffnung des drittgrössten deutschen Flughafens
kostet den Geschäftsführer Manfred Körtgen
seinen Posten, wie der Aufsichtsrat beschloss.
Spanien beschafft sich frisches Geld
Euro-Sorgenkind Spanien hat sich am Anleihemarkt
2,49 Mrd. Euro besorgt. Das Land verkaufte drei
verschiedene Staatsanleihen, die 2015 und 2016
fällig werden. Die Nachfrage nach den neuen
Papieren war sehr hoch, doch die Zinsen, die
Madrid bieten muss, ziehen immer weiter an. Um
Spanien bis 2015 Geld zu borgen, verlangten
Investoren durchschnittliche Renditen zwischen
4,375 und 4,876 %. In den letzten vergleichbaren
Auktionen im April und Mai hatten die Werte noch
bei 2,89 beziehungsweise 4,037 % gelegen. Damit
wird es für Spanien immer teurer, neue Schulden
zu machen.
Spanien rutscht in die Rezession
Die spanische Wirtschaft ist endgültig in eine
Rezession abgerutscht. Das Minus des
Bruttoinlandprodukts betrug im 1. Quartal 0,3 %
verglichen zum 4. Quartal 2011, wie das
nationale Statistikamt mitteilte. Auch Ende 2011
war die Wirtschaftsleistung bereits geschrumpft.
Ökonomen erwarten, dass sich die
Wirtschaftsschwäche auch über das 1. Quartal
hinaus fortsetzen wird. Sorgen bereitete zuletzt
vor allem der angeschlagene Bankensektor des
Landes, den der Staat mit Milliarden an
Steuergeldern stützen muss. Vor kurzem hatte die
Regierung die zweigrösste Sparkasse des Landes,
Bankia, übernommen.
Interimsregierung in Athen vereidigt
In Athen ist die griechische Interimsregierung
vereidigt worden. Das 17köpfige Gremium unter
Ministerpräsident Panagiotis Pikrammenos soll
das Land einen Monat lang bis zu den Wahlen am
17. Juni führen. Das wichtige Ressort der
Finanzen übernimmt Georgios Zannias, ein hoher
Beamter aus dem Finanzministerium. Er hat eng
mit allen bisherigen Finanzministern
zusammengearbeitet. Das Aussenministerium
übernimmt der erfahrene Diplomat Petros
Molyviatis. Formell wird auch das Parlament
zusammenkommen. Der Parlametnspräsident wird das
Gremium dann auflösen.
Nomen es omen - Pikrammenos = "bitter"
Der Chef der griechischen Übergangsregierung,
Panagiotis Pikrammenos, will seinem Namen alle
Ehre machen und der letzte Regierungschef einer
"bitteren" Ära für sein Land sein Pikrammenos
bedeutet "bitter" auf Griechisch. Er habe in
einer Zeitung gelesen, dass er wegen seines
Namens der geeignetste Kandidat sei, um einen
Schlussstrich unter die vergangenen 38 Jahre zu
ziehen, scherzte der 67jährige höchste Richter
des Verwaltungsgerichtshofs. Er hoffe, dass nach
ihm eine "Ära der Wiedergeburt" beginne. Die
wichtigste Aufgabe der Übergangsregierung wird
die Organisation von Neuwahlen sein.
Scheibenkratzen und Reif zu Auffahrt
Und das Mitte Mai: Scheibenkratzen, Reif und
Schnee. So kalt wie diese Nacht war es an
einigen Orten seit über 30 Jahren nicht zu
dieser Jahreszeit. In Bern sank die Temperatur
auf -0.7 Grad und in Kloten auf -0.2 Grad, wie
"SF Meteo" berichtet. Noch kälter wurde es in
Hallau mit -1.2 Grad. Diese Werte sind in zwei
Meter Höhe gemessen. Knapp über dem Boden ist es
noch kälter: Vielerorts gab es Bodenfrost mit -1
und -4 Grad. Kein Wunder, gab es an einigen
Orten Reif und vereiste Autoscheiben. Dem Schnee
geht es aber rasch an den Kragen: Die Maisonne
wird das Meiste bis am Abend wieder
wegschmelzen.
Preonzo: Lage am Fels unter Beobachtung
Insgesamt 300'000 Kubikmeter Gesteinsmassen
waren in der Nacht auf Dienstag oberhalb von
Preonzo/TI in der Valegion abgerutscht. Am
Mittwoch gelang es Geologen, neue Messgeräte
oberhalb der Abbruchstelle zu positionieren,
teilte die Gemeinde mit. Die ersten Ergebnisse
seien beruhigend. Grosse Risse im Fels, die auf
Heli-Aufnahmen zu sehen sind, stellten keine
akute Gefahr dar. Am Montag wird entschieden, ob
in evakuierten Betrieben wieder gearbeitet
werden kann. Am Wochenende werde mit starken
Niederschlägen gerechnet, die Schlammlawinen
auslösen könnten, so die Gemeinde.